Boxsport: Zahnschutz / Mundschutz

Bei allen Boxsportarten gehört ein Zahnschutz (auch Mundschutz oder Boxerschutz) zur zentralen Schutzbekleidung. Wer nicht nur Fitneskickboxen macht, sonder sich auch am Sparring versucht, sollte definitiv einen solchen Schutz nutzen.  Vor dem kauf des ersten Zahnschutzes sollte ihr jedoch wissen, welche Arten von Mundschutz es gibt und worauf ihr beim kaufen achten solltet.

Wofür braucht man beim Boxen einen Zahnschutz bzw. Mundschutz?

Ein solcher Mundschutz sorgt für den nötigen Schutz der Zähne, Kieferknochen, des Zahnfleisches sowie der Lippen. Darüber hinaus reduziert ein guter Mundschutz beim Boxen auch die Schlagwirkung, da der Mundschutz vermeidet, dass die Zahnreihen aufeinander schlagen. Das aufeinander Schlagen der Zähne kann zu Gehirnerschütterungen führen und daher hilft der Zahnschutz die Anfälligkeit für Gehirnerschütterungen zu reduzieren.

Arten von Zahnschutz

Man kann die Arten des Zahnschutzes grob in vier Kategorien zusammenfassen:

1. Mundschutz aus thermoplastischem Material

Der Boxerschutz aus thermoplastischem Material wird im Wasserbad erhitzt und dann individuell selbst an den eigenen Gaumen und die Zahnreihen angepasst. Diese Art des Mundschutzes gibt es in verschiedenen Formen und Größen, welche ungefähr zu eurem Gaumen passen sollte. Der Vorteil des thermoplastischen Materials ist, dass es auch erneut erhitzt und danach nochmals angepasst werden kann. Diese Art des Boxerschutz ist zudem relativ kostengünstig. Für das Training und das einfache Sparring solltet ihr mit diesem Zahnschutz ausreichend geschützt sein.

2. Zahnschutz in vorgefertigten Größen

Hierbei handelt es sich um einen Boxerschutz welcher in verschiedenen, festen Größen hergestellt wird. Auch diese Art ist kostengünstig, jedoch könnt ihr diesen Zahnschutz nicht an eure Zähne bzw. den Gaumen anpassen. Dadurch kann es sein, dass der Boxerschutz sehr locker sitzt, was die Schutzwirkung verringert. Zudem hält er nur im Mund wenn ihr konstant mit euren Zähnen zubeißt, was auch zu Verkrampfungen im Mund führen kann.

3. Mundschutz aus Zweikomponenten-Kunststoff

Ebenfalls zu den kostengünstigen Varianten zählt der Zahnschutz aus Zweikomponenten-Kunststoff. Diesen könnt ihr auch selber an die eigene Gaumen- und Zahnform anpassen, jedoch geht dies bei diesem Boxerschutz nur ein Mal. Er ist also bei einer falschen Anpassung nicht mehr verwendbar. Der Vorteil gegenüber dem thermoplastischem Material ist, dass hier eine leicht höhere Schlagabsorption vorhanden ist.

4. Angefertigter Zahnschutz (vom Zahnarzt)

Wer sich absolut sicher Schützen möchte und das Maximum an Schlagabsorption herausholen will, sollte zu einem individuell angefertigtem Mundschutz greifen. Dafür müsst ihr euch beim Zahnarzt einen Abdruck der Zähne machen lassen. Ein Zahntechniker fertigt euch danach den Mundschutz. Ein solcher Mundschutz sollte dann optimal sitzen und Schläge oder auch Tritte zum Kopf gut absorbieren können.

Der Nachteil ist hier ganz klar die Höhe der Kosten, welche im Bereich zwischen 150 – 200 Euro liegen. Dies ist natürlich abhängig vom Zahnarzt und dem gewählten Modell.

Bedenkt auch, dass es einige Zeit dauert, bis euer Mundschutz angefertigt ist. Wenn ihr für einen Wettkampf trainiert, kümmert euch rechtzeitig um eure Boxausrüstung.

Fazit

Für das Boxtraining solltet ihr zum thermoplastischen Mundschutz greifen. Dieser kombiniert die besten Eigenschaften der ersten drei Zahnschutzarten und ist auch schon für kleines Geld zu haben. Hierbei empfiehlt es sich für einen besseren Halt zu einem beidseitigen Zahnschutz – also für Ober- und Unterkiefer –  zu greifen.

Wer plant an einem Boxwettkampf teilzunehmen, sollte sich generell zunächst über die Ausrüstungsregeln des Veranstalters erkundigen. Es empfiehlt sich jedoch als angehender Wettkämpfer sein Geld in einen vom Zahnarzt angefertigten Zahnschutz zu investieren.

Viel Spaß beim Training!