Boxsport: Schienenbeinschoner

Bei allen Boxsportarten bei denen getreten werden darf (Kickboxen, Thaiboxen und MMA) kommen Schienenbeinschoner zum Einsatz. Egal ob nur beim Training oder beim Wettkampf. Hierbei gibt es unterschiedliche Arten von Schützern aus unterschiedlichen Materialien. Für Anfänger kann die Wahl der ersten Schienenbeinschoner schwierig sein, und auch fortgeschrittene müssen die verschiedenen Möglichkeiten kennen. Vor dem kauf von Schienenbeinschützern für das Boxen sollte ihr daher wissen, welche Arten es gibt und worauf ihr beim kaufen achten solltet.

Wofür benötigt man Schienenbeinschoner?

Wenn man das erste Mal ohne Schienenbeinschoner beim Kickboxen war und dort mit jemandem trainiert hat, der ebenfalls keine Protektoren an den Beinen hatte merkt man schnell, dass das Schienenbein relativ schmerzempfindlich ist. Auch ohne erstes schmerzhaftes Training habt ihr das sicherlich schon mal gemerkt wenn ihr mit dem Schienenbein gegen etwas hartes gestoßen seid.

Schienenbeinschoner reduzieren beim Muay Thai oder Kickboxen die Schmerzwirkung von Tritten, vor allem dann wenn beim Sparring oder im Wettkampf das eigene Schienenbein auf das Schienenbein oder Knie des Gegners prallt. Manche Arten von Schienenbeinschützern mit Spannschutz schützen darüber hinaus auch den Fuß vor Verletzungen.

Schienenbeinschoner werden also beim Kick- und Thaiboxen benötigt um die eigenen Beine und Füße und die des Gegners vor Verletzungen zu Schützen. Als Anfänger solltet ihr spätestens wenn ihr im Training am Sparring teilnehmt über die Anschaffung von Schienenbeinschützern nachdenken.

Arten und Material

Natürlich gibt es auch bei Schienenbeinschützern verschiedene Arten und unterschiedliche Materialien.

Ohne Spannschutz

Diese Art von Schützern bedeckt und schützt das Schienenbein und endet oberhalb des Fußes.

Mit Spannschutz

Der Großteil der Schienenbeinschoner ist mit Spannschutz. Ein Spannschutz schützt die Oberseite des Fußes wodurch der gesamte Schoner mehr Schutz bietet.

Aus Stoff

Bei Schützer die mit Stoff überzogen sind, wird die Schutzwirkung durch eine Schaumstoffschicht erzielt.

Aus Leder oder Kunstleder

Die stabilere Variante besteht aus Leder, bzw. Kunstlederüberzug.

Vor- und Nachteile

Der Vorteil von Schonern mit Spannschutz ist ganz klar, dass sie die Füße mit schützen. Dies kann jedoch teilweise die Bewegungsfreiheit einschränken.

Beim Material ist ganz klar der Preis entscheidend. So ist Leder oder Kunstleder spürbar härter und gewährt einen besseren Schutz. Jedoch kosten Schützer aus Stoff oft nur ungefähr die Hälfte. Hinzu kommt, dass die Beine besser abgehärtet werden, wenn man Schützer nutzt, welche nicht zu dick sind.

Zur Reinigung muss gesagt werden, dass Schoner aus Stoff oft einfach in die Waschmaschine können, was die Reinigung erheblich erleichtert. Schützer aus Leder oder Kunstleder müsst ihr dagegen von Hand reinigen.

Schienenbeinschoner beim Kickboxen:

Welche Art von Schienenbeinschonern man beim Kickboxen verwendet hängt natürlich vom eigenen Geschmack ab. Grundsätzlich würde für Fortgeschrittene immer Schoner mit Spannschutz aus Leder empfehlen. Hier hängt es aber davon ab, ob ihr für einen Wettkampf oder nur für euch Trainiert bzw. wie hart ihr ins Sparring einsteigt.

Schienenbeinschoner beim Thaiboxen:

Beim Thaiboxen sieht es ähnlich aus wie beim Kickboxen. Gerade bei den Tritten für die ein Schienenbeinschutz ausgelegt ist unterscheiden die beiden Boxartarten sich nur geringfügig. Auch hier müsst ihr euch fragen wie hart ihr ins Training einsteigen wollt und ob Wettkämpfe für euch in Frage kommen.

Fazit

Als Anfänger solltet ihr zunächst zu den kostengünstigeren Schienenbeinschonern mit Spannschutz aus Stoff greifen. Die Vorteile der Lederschützer kommen erst wirklich zum Tragen wenn es um Wettkampfvorbereitung geht. Daher reicht für den Anfang ein Schoner aus Stoff vollkommen aus.

Viel Spaß beim Training!